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Sinnintegriertes Lernen
Im gemeinsamen Unterricht wird sinnintegriert gelernt:
Die unverzichtbaren Kulturtechniken (wie Lesen, Schreiben und Rechnen) werden nachhaltiger
gelernt, wenn sie in konkrete sinnvolle Anlässe eingebunden werden.
Schülerinnen und Schüler lernen am besten Schreiben, wenn unmittelbare Schreibanlässe vorhan-
den sind, die sie zum Schreiben herausfordern. Ebenso ist es mit mathematischen Problemen. Den
kompetenten Umgang mit Maßen lernt man beispielsweise am besten, wenn ein konkreter Anlass
zum Messen vorhanden ist.
Ein Lernen auf Vorrat, wie es im meist fächergegliederten traditionellen Unterricht oft vorkommt,
wirkt nicht nachhaltig genug. Das auf Vorrat Gelernte wird schnell wieder vergessen und die
Kinder und Jugendlichen sind oft nicht in der Lage, die Transferleistung der Anwendung und des
Übertragens auf andere Fälle des alltäglichen Lebens zu leisten. Es bleibt damit ein bildungsun-
wirksames Lernen.
Besonders behinderte, benachteiligte und im Lernen beeinträchtigte Kinder und Jugendliche brau-
chen einen konkreten Sinnbezug, um zu verstehen.
Ein induktives Lernen, das bei einem konkreten Beispiel ansetzt und von diesem aus auf das darin
enthaltende Prinzip und den Begriff zurückgreift, ist daher dem deduktiven Ableiten und Anwen-
den allgemeiner Gesetzmäßigkeiten und Regeln vorzuziehen.
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Dialog, Interaktion und Prozessorientierung
Im gemeinsamen Unterricht wird dem Dialog, der Kommunikation und der Interaktion breiten
Raum gegeben (der Lernprozess hat Vorrang vor den Lernprodukten):
Unterricht muss grundsätzlich als kommunikativer Prozess zwischen individuell spezifisch ge-
prägten und vorgebildeten Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen und
Vorverständnissen (Girg 1994) arrangiert werden.
Der Gestaltung des Kommunikationsprozesses Unterricht kommt dabei eine große Bedeutung
zu.
Im Dialog wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, ihre spezifischen Sicht-,
Erfahrungs- und Denkweisen miteinander auszutauschen und sich somit gegenseitig zu ergänzen.
In vielen Fällen ist der Unterrichtsprozess (besonders im Hinblick auf soziale Kompetenzen)
bildungswirksamer als die (vermeintlich überprüf- und bewertbaren) Lernprodukte.
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