Title:

Unterricht als individualpädagogische Praxis

Description:  Pädagogische, didaktische und methodische Voraussetzungen für nachhaltiges Lernen
Author:Prof. Dr. Rudi Krawitz
deutsch
  
ISBN: 3150107482   ISBN: 3150107482   ISBN: 3150107482   ISBN: 3150107482 
 
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1 Rudi Krawitz Unterricht als individualpädagogische Praxis Pädagogische, didaktische und methodische Voraussetzungen für nachhaltiges Le r- nen in einem gemeinsamen Unterricht (in: Seibert, N. (Hrsg.), Unterrichtsmethoden kontrovers, S. 89-114, Bad Heilbrunn 2000. 1.    Individualpädagogisches Sehen, Denken und Handeln als Voraussetzung für nachhaltiges Lernen im gemeinsamen Unterricht Die  zentrale  Aufgabe  der  Schule  als  gesellschaftliche  Sozialisationsinstanz  ist  der  Unterricht, der, wie uns schon  Herbart  lehrte,  immer  zugleich  die  Erziehung  des  einzelnen  Individuums angesichts der „Verschiedenheit der Köpfe“ ermöglichen soll. Aus der Sicht der Bedürfnislage der  Schülerinnen  und  Schüler  hat  die  Schule  die  Aufgabe,  möglichst  wirksame  Anlässe  zu einem nachhaltig wirksamen Lernen zu schaffen, um ihnen dadurch umfassende Perspektiven ·   des selbstständigen Erfassens, ·   des hermeneutischen Verstehens und ·   des verantwortlichen handelnden Eingreifens zu eröffnen. So  ist  die  Schule,  wie  die  nordrhein-westfälische  Bildungskommission  in  ihrer  Denkschrift „Zukunft  der  Bildung  -  Schule  der  Zukunft“  (1995)  programmatisch  forderte,  als  ein  „Haus des Lernens“ zu begreifen und entsprechend zu gestalten. Das Lernen in der (allgemeinbilden- den) Schule dient - wenn es  nachhaltige Wirkungen hat - der  individuellen  Bildung  jedes einzelnen  Kindes  oder  Jugendlichen.  Demnach  hat  die  Schule  als  „Haus  des  Lernens“,  wie Theodor Ballauff schon 1964 formulierte, ein „Bollwerk“ für Bildung zu sein. Und es ist ge- genwärtig, in einer Zeit des durch die  Globalisierungsdiskussion  ausgelösten  Neoliberalismus mit  seinem  ungeschminkten Raubtierkapitalismus“ ( Helmut  Schmidt   1998)  unumgänglich notwendig,  sie  wieder  mehr  denn  je  als  „Institution  zur  Verteidigung  der  Bildung“  (Ballauff 1964)   zu   begreifen   und   gegenüber   der   stets   drohenden   Femdbestimmung   entsprechend selbstbewusst und pädagogisch selbstbestimmt zu gestalten. Die Bildungspolitik sollte dazu die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, indem sie antizyklisch reagiert und nicht einfach den Trends von Entwicklungen hinterher rennt. Bildung muss in dieser Hinsicht immer auch als „Widerstand“ begriffen werden, wie Gernot Böhme (1999) in einem Essay über die „Zukunft des Wissens“ formulierte. Wie immer der Auftrag der Schule verstanden werden mag und welche unterschiedlichen  er- kenntnisleitenden Interessen dabei immer im Spiel sein mögen, eines gilt als selbstverständlich: nämlich, dass in der Schule gelernt werden soll. Wie dieses Lernen aber pädagogisch, didak- tisch und methodisch zu organisieren, zu gestalten und zu unterstützen ist, und  was die heran- wachsende  Generation  zu  lernen  hat,  darüber  waren  sich  Pädagoginnen  und  Pädagogen,
  
Lexikon Pädagogik: Hundert Grundbegriffe
Siehe auch:
Empirische Sozialforschung: Eine …
Sternstunden der Soziologie: Wegweisende …
Metaphysik: Schriften zur ersten Philosophie
Erziehungswissenschaft: Ein Grundkurs
Meditationes de Prima Philosophia …
Einführung in die Theorie der Bildung
 
   
 
     
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